Gab es wegen der geplatzten Fusionsgespräche mit der Commerzbank Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutsche Bank-Chef Christian Sewing und seinem Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner? Der Bankenchef dementiert.
„Auch wenn die Entscheidung zum Start und zum Ende der Gespräche der Vorstand treffen muss, möchte ich klarstellen: Es gab hier keinerlei Dissens zwischen unserem Aufsichtsratsvorsitzenden und mir“, sagte Sewing am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in Hamburg, wie am Mittwoch aus Bankkreisen verlautete.
Nach knapp sechs Wochen intensiven Gesprächen hatten die Vorstände von Deutscher Bank und Commerzbank Ende April mitgeteilt, dass sie die Idee eines Zusammenschlusses beider Häuser nicht weiterverfolgen, weil eine Fusion aus ihrer Sicht „keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde“.
Kein Druck für Sewing
„Für uns stand immer fest, dass es richtig und wichtig ist, eine solche Gelegenheit zu prüfen, wenn sie sich bietet“, sagte Sewing den Angaben zufolge.
Er habe sich von niemandem unter Druck gesetzt gefühlt – nicht von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und auch nicht von Aufsichtsratschef Achleitner. (dpa-AFX)
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