Deutsche gehen bei der Wohnungssuche pragmatisch vor. Immowelt hat untersucht, welche drei Kriterien bei der Wahl des Wohnortes am wichtigsten sind. Die Studie zeigt auch, wo Paare mit Kindern Abstriche machen, um kürzere Wege zur Arbeit zu haben.
So individuell der Wunschzettel eines jeden Wohnungssuchenden auch ist, bei den großen Standortfaktoren sind sich die Deutschen ziemlich einig. Für eine deutliche Mehrheit sind gut erreichbare Einkaufmöglichkeiten eine Top-Priorität. Das zeigt eine Studie von Immowelt.
Die Befragten mussten aus einer Liste vorgegebener Faktoren die drei wichtigsten Kriterien wählen. Neben dem Supermarkt um die Ecke (75 Prozent der Angaben) seien das vor allem eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (45 Prozent) und kurze Wege zur Arbeit (31 Prozent).
Parkplatz statt Feierabendbier
Die deutliche Mehrheit setze ihre Prioritäten pragmatisch. Weniger wichtig sind den Deutschen die Nähe zu Kultur- und Freizeitangeboten (21 Prozent) oder Restaurants und Kneipen (acht Prozent). Stattdessen hätten die Befragten lieber ausreichende Parkmöglichkeiten vor der Haustür (25 Prozent).
Natürlich gebe es bei den Kriterien auch Unterschiede: Familien mit Kindern wünschen sich laut Immowelt gleich nach den Einkaufsmöglichkeiten (58 Prozent) kurze Arbeitswege (40 Prozent) und die Nähe zu Schulen (38 Prozent). Weniger wichtig sei ihnen dafür das Image ihres Wohnviertels (16 Prozent). Paare ohne Kinder würden auf den Ruf der Nachbarschaft mit 25 Prozent der Angaben fast so viel Wert legen wie auf kurze Arbeitswege (26 Prozent). (kl)
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