Der Mietanstieg in Deutschland ist nach den Ergebnissen des Immobilienindex IMX weitgehend zum Stillstand gekommen. Die Kaufpreise für Wohnungen zeigen weiterhin einen leichten Aufwärtstrend.

Der aktuelle Angebotsindex IMX zeigt nach Angaben von Immobilienscout24 eine stabile Entwicklung der bundesweiten Mieten. Seit den Preissprüngen im ersten Quartal würden sich die Mieten deutschlandweit monatlich lediglich um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte nach oben bewegen – so auch im Monat Oktober, für den ein Zuwachs um 0,1 Prozentpunkte verbucht wurde. „Offenbar sind vielerorts derzeit Preisobergrenzen bei den Mieten erreicht“, kommentiert Michael Kiefer, Chefanalyst bei Immobilienscout24.
Wohnungspreise legen leicht zu
Bei den Kaufpreisen für Wohnungen sei im gleichen Zeitraum eine leichte, aber stetige Aufwärtsbewegung erkennbar. Im vergangenen Monat verteuerten sich Eigentumswohnungen im Durchschnitt um 0,4 (Neubau) und 0,6 Prozentpunkte (Bestand).
Bei den Neubauwohnungen sind nach Einschätzung des Portals vorerst im Schnitt keine weiteren großen Preissprünge zu erwarten, während für Bestandswohnungen von weiteren Zuwächsen auszugehen sei.
[article_line]
Die Preise für Wohnhäuser bewegen sich nach Aussage von Immobilienscout24 bereits seit Längerem seitwärts. Sie gingen für Neubauten im Oktober sogar um 0,1 Prozentpunkte zurück. Bei den Bestandsobjekten legte das Niveau um 0,2 Prozentpunkte zu.
Unterschiedliche Entwicklungen in den Metropolen
Vor allem bei Neubaueigentumswohnungen scheint nach Einschätzung von Kiefer an manchen Standorten vorerst eine Grenze erreicht zu sein.
„In den deutschen Großstädten zeigt sich ein differenziertes Bild. In einigen Metropolen verteuern sich neu gebaute Immobilien nicht mehr so stark wie Bestandsimmobilien“, sagt Kiefer. „Am deutlichsten ist dieser Trend in München zu beobachten. Hier verteuerten sich Eigentumswohnungen im Gebäudebestand im Oktober um 1,4 Prozentpunkte, Neubauten lediglich um 0,5 Prozentpunkte.“ Ein ähnliches Bild zeige sich in Berlin (Bestand 0,9 versus Neubau 0,4 Prozentpunkte) und Hamburg (Bestand 0,6 versus Neubau 0,3 Prozentpunkte).
Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken