Interhyp: Zwischentief bei Bauzinsen in Sicht

Mirjam Mohr, Interhyp
Foto: Interhyp/Andreas Pohlmann
Mirjam Mohr, Interhyp

Infolge des Schuldenpakets von Union und SPD sind die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen ruckartig angestiegen und dadurch auch die Bauzinsen. Nun zeichnet sich ein Zwischentief ab.  

“Wir sehen gerade eine leichte Abwärtsbewegung bei der Rendite der Pfandbriefe, an denen sich die Bauzinsen orientieren. Ein Zwischentief ist in Sicht, das Chancen für Kaufinteressierte bietet”, sagt Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp. “In den nächsten Tagen werden die Zinsen für zehnjährige Darlehen kurzfristig wieder unter die 3,7-Prozent-Marke sinken.” 

Ein langfristiger Abwärtstrend bei den Bauzinsen ist laut der Mehrheit der Experten des Interhyp-Bankenpanels aber nicht in Sicht, wenn das Schuldenpaket für Infrastruktur und Verteidigung in die Umsetzung geht. “Mehr Konjunkturprogramme bedeuten mehr Staatsverschuldung und mehr Staatsanleihen auf dem Markt. Dieser Trend wird sich fortsetzen, da ganz Europa mehr Geld für Verteidigung ausgeben muss”, heißt es aus dem Panel. 


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Demnach prognostizieren rund 67 Prozent der Experten für die kommenden Wochen steigende Zinsen in Richtung vier Prozent für zehnjährige Darlehen. Knapp 33 Prozent halten gleichbleibende Zinsen rund um das aktuelle Niveau für möglich. 

“Der Bedarf an steigenden Verteidigungsausgaben dürfte für die EU bei 125 bis 250 Milliarden Euro jährlich liegen. Der hohe Finanzbedarf sollte mit der Emission neuer Anleihen (nationale Staatsanleihen oder in Form gemeinsamer Schulden) die Rentenmärkte belasten. In diesem Umfeld rechnen wir damit, dass die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen in Richtung 3 Prozent bis Jahresende ansteigen. Wir gehen von einer steileren Zinskurve zum Jahresende aus”, so ein Panel-Teilnehmer.

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