Zudem gebe es bereits sichere technische Lösungen speziell für die Telemedizin, die in Zukunft weiter ausgebaut werden müsse. „Von den Angeboten global agierender Unternehmen wie WhatsApp oder Skype rate ich in diesem Zusammenhang aber ab.“
Timpe warnte, dass misstrauische Arbeitgeber die Anerkennung einer mittels WhatsApp ausgestellten Krankschreibung verweigern könnten. „Dann muss das letztendlich vor einem Arbeitsgericht entschieden werden.“
Falsche Angaben bleiben Betrug
Ansay zufolge haben Umfragen ergeben, dass bisher schon unter den Krankgeschriebenen „circa zehn Prozent Blaumacher“ sind.
„Inklusive Dunkelziffer dürfte der Anteil bei 20 Prozent liegen.“ Um Tricksereien keinen Vorschub zu leisten, sei sein Angebot auf maximal zwei Krankschreibungen pro Jahr beschränkt.
Letztlich gelte aber für Whatsapp wie für den Arztbesuch: „Jeder Patient, der bewusst falsche Angaben macht, begeht einen Betrug.“ (dpa-AFX)
Foto: Shutterstock
Mehr Beiträge zum Thema Digitalisierung:
Digitale Unterstützung für menschliche Profis
Künstliche Intelligenz: Fünf Trends die 2019 bestimmen
Studie: Deutsches Gesundheitswesen schwach bei Digitalisierung