Die Anleger des insolventen Windparkbetreibers Prokon müssen davon ausgehen, rund die Hälfte ihres eingesetzten Kapitals zu verlieren. Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Wirtschaftswoche“.
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Die Gläubiger sollten zunächst in einen „Teilverzicht im Bereich von 50 Prozent“ ihrer Forderung einwilligen, zitierte das Magazin aus einem Schreiben Penzlins an die rund 75.000 Anleger.
Danach sei die Ausgabe einer börsennotierten „langlaufenden festverzinslichen Anleihe“ vorgesehen, die rund 30 Prozent der offenen Forderungen abdecken solle. Wie der Rest der Ansprüche beglichen werden kann, solle eine Befragung der Gläubiger ergeben.
Einigung mit Rodbertus
Bereits Mitte November konnte die Auseinandersetzung mit Unternehmensgründer Carsten Rodbertus außergerichtlich beigelegt werden. Die Einigung umfasst unter anderem das Anerkenntnis von Prokon-Ansprüchen durch Rodbertus, die Übertragung seiner Anteile an dem Unternehmen, die Niederlegung seines Amtes als Geschäftsführer sowie die Überlassung der Markenrechte.
Darüber hinaus ist Rodbertus zu einem vollständigen Rückzug aus der Öffentlichkeit verpflichtet. Er darf künftig in keiner Form mehr in Sachen Prokon tätig werden oder öffentliche Erklärungen abgeben. Diese Verpflichtungen sind durch hohe Vertragsstrafen abgesichert. (kb/dpa)
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