IVFP-Rating 2025: Das sind die besten SBU-Tarife

Foto: IVFP
Michael Hauer: "Die SBU als Vollsortimenter in der Absicherung biometrischer Risiken wächst weiter und verändert sich zugleich."

Die Arbeitsunfähigkeitsklausel wird zum Standard, Dread-Disease-Optionen gewinnen an Bedeutung. Das IVFP hat für sein neues BU-Rating 68 Tarife von 43 Anbietern unter die Lupe genommen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als unverzichtbare Absicherung für alle, die auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind. Wer Einkommensverluste im Krankheitsfall abfedern will, kommt an der Selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) kaum vorbei. Doch so relevant das Produkt auch ist – seine vielfältigen Ausgestaltungsformen machen es komplex. Für Vermittler stellt sich daher regelmäßig die Frage: Welcher Tarif passt zu welchem Kundenprofil?

Eine fundierte Antwort liefert das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), das auch in diesem Jahr sein bewährtes SBU-Rating vorgelegt hat. Untersucht wurden im aktuellen Rating 68 Tarife von 43 Anbietern.

Sechs Berufsgruppen

Die Analyse erfolgt differenziert nach sechs relevanten Berufsgruppen: Kaufmännische Berufe, Selbstständige, Studenten, Auszubildende, medizinische Berufe und Handwerk.

In die Bewertung flossen dabei mehr als 100 Einzelkriterien ein. Dabei bleibt das IVFP seinem praxisnahen Ansatz treu. Neben den allgemeinen Versicherungsbedingungen werden auch reale Fallkonstellationen berücksichtigt, um eine möglichst lebensnahe Einschätzung zu ermöglichen. IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer betont, dass nur durch diesen ganzheitlichen Blick valide Aussagen über die Qualität der Tarife getroffen werden können.

Vier Teilbereiche

Das Rating unterteilt sich in vier Teilbereiche: Neben den Unternehmenskennzahlen werden auch Preis-Leistungs-Verhältnis, Flexibilität der Produkte sowie Transparenz und Service der Anbieter bewertet. Auf eine separate Darstellung aller Tarifvarianten hat das IVFP bewusst verzichtet. Beispielsweise wird die Arbeitsunfähigkeitsklausel nicht als eigene Tarifausprägung aufgelistet, sondern innerhalb der Bewertungslogik berücksichtigt. Damit bleibt das Rating trotz der hohen Tarifanzahl übersichtlich und handhabbar für die Praxis.


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Das aktuelle Rating zeigt zugleich interessante Entwicklungen am Markt. Die AU-Klausel ist mittlerweile in mehr als 70 Prozent der Tarife enthalten, zumeist als optionaler Zusatz. Der durchschnittliche Mehrbeitrag liegt bei etwa acht Prozent, was angesichts der Mehrleistung vertretbar erscheint. Auch die Absicherung schwerer Krankheiten (Dread Disease) gewinnt an Bedeutung.

AU-Klausel und Dread-Disease gewinnen an Bedeutung

Sie ist inzwischen in über 60 Prozent der Tarife abschließbar – mit weiter steigender Tendenz. Eine vergleichsweise neue Entwicklung ist die Tarifierung nach Rauchverhalten. Während diese Unterscheidung früher vor allem in der Risikolebensversicherung eine Rolle spielte, findet sie nun auch zunehmend Eingang in die BU. Die Beitragsdifferenz fällt dabei je nach Anbieter sehr unterschiedlich aus – zwischen rund drei Euro und über zwanzig Euro pro Monat.

Für Berater, die sich einen Überblick über das Tarifangebot verschaffen möchten, stellt das IVFP mit dem Vergleichsportal www.fairgleichen.net ein digitales Tool zur Verfügung. Hier lassen sich Tarife individuell vergleichen.

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