Beflügelt von niedrigen Hypothekenzinsen und starker Nachfrage hat sich der Bauboom zum Jahresbeginn beschleunigt. Im ersten Quartal wurde der Bau von 84.800 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.
Das war der höchste Stand zu einem Jahresanfang seit 2004. Danach wurden 30,6 Prozent oder knapp 20.000 mehr Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als im Vorjahreszeitraum. Kräftige Zuwächse gab es bei allen Gebäudearten.
Die Genehmigungen von Wohnungen in Einfamilienhäusern wuchsen um 23 Prozent auf 4.700 Wohnungen. In Zweifamilienhäusern stieg die Zahl auf 1.200 Wohnungen (plus 26,8 Prozent) und in Mehrfamilienhäusern um 23,7 Prozent (6.800 Wohnungen).
Flüchtlingsunterbringung trägt zu Boom bei
Zu dem Boom habe auch die Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge beigetragen. Die Genehmigungen von Wohnungen in Wohnheimen stiegen um 146,8 Prozent auf 5.149. Dazu würden auch Flüchtlingsunterkünfte zählen.
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Die Zahl der genehmigten Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, die zu neuen Wohnungen führten, habe von Januar bis März 2016 mit 12.500 Wohnungen den höchsten Wert seit dem ersten Quartal des Jahres 1997 (14.400) erreicht. (dpa-AFX/kl)
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