In der Privathaftpflicht-Versicherung sind modulare Produktlösungen besonders beliebt. Zudem würde sich jeder zweite Privathaftpflichtversicherte vor Abschluss einer Baustein-Haftpflicht beraten lassen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie.
In der Privathaftpflicht-Versicherung sind modulare Produktlösungen besonders beliebt. Dies ist einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Heute und Morgen zu entnehmen.
Rund zwei Drittel aller befragten Haftpflichtversicherten würden sich für eine flexible Police entscheiden, in der sie einzelne Leistungsbausteine individuell kombinieren können. Bei jungen Versicherten liege der Anteil mit 75 Prozent sogar noch höher.
Beratung gefragt
Für Vermittler interessant: In der Befragung kam heraus, dass sich 50 Prozent der Haftpflichtversicherten vor Abschluss einer modularen Privathaftpflichtpolice beraten lassen würden, da sie sich die Leistungsauswahl alleine nicht zutrauen.
Darüber hinaus würden sich 80 Prozent der Haftpflichtversicherten einmal näher mit dem Produkt beschäftigen wollen, um es besser an ihre Bedürfnisse anpassen zu können.
Hohe Wechselbereitschaft
Im Rahmen der Studie wurde auch die Wechselbereitschaft der Versicherungsnehmer untersucht. Demnach zeigen sich 60 Prozent der Teilnehmer grundsätzlich offen für einen Anbieterwechsel – bei 30 Prozent sei der Wechselwille sogar besonders ausgeprägt. Auch junge Versicherte zeigten einen höheren Wechselwillen.
Bei den 42 Prozent der Kunden, die tatsächlich ihren Anbieter gewechselt haben, habe die Reduktion der Beitragshöhe die Hauptrolle gespielt. Ein weiteres Argument für den Anbieterwechsel sei der Erhalt eines höheren Leistungsniveaus zum gleichen Preis.
Hauptinformationsquellen vor einer Wechselentscheidung sind den Studienautoren zufolge vor allem persönliche Beratungsgespräche mit Vermittlern und das Internet.
Die Online-Befragung über ein Verbraucherpanel umfasste 1000 Haftpflichtversicherte.
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